Archiv für Mai 2012

Demokratie heisst u.a. Gefängnisse …

Unsere Vorfahren stürzten Könige und Diktatoren, aber sie schafften die Einrichtungen nicht ab, durch die Könige und Diktatoren herrschten: sie demokratisierten sie nur.
Und wer sich auch immer diesen Einrichtungen bedient – ob König, ob Präsident oder eine Wählerschaft – die Erfahrung derer, die es ausbaden müssen, ist ungefähr gleich.
Gesetze, Bürokratie, Polizei kamen schon vor der Demokratie – sie funktionieren in der Demokratie genauso gut wie in einer Diktatur. Der einzige Unterschied besteht darin, daß wir abstimmen können, wie sie angewandt werden sollen, wir sie als „unser“ betrachten sollen, selbst wenn sie gegen uns verwendet werden.

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„Soziometrie“ und „Anarchistischer Untergrund“ – Lev Cherny

Zwischen dem 11. und dem 12. April 1918 stürmen 1000 Einsatzkräfte des bolschewistischen Geheimdienstes „Tscheka“ 20 von Anarchist*innen besetzte Häuser in Moskau. In der Malaia Dimitrovka Strasse (dem Sitz der Moskauer anarchistischen Föderation) kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der „Tscheka“ und den „Schwarzen Garden“, bewaffnete Abteilungen der Föderation.
Auf beiden Seiten gibt es Tote (dabei 40 Anarchist*innen), über 500 von ihnen werden festgenommen, 25 anschliessend hingerichtet.

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AUFRUF ZUM NO BORDER CAMP KÖLN/DÜSSELDORF 2012

Antirassistisch Campen und Kämpfen

Ein Aktionscamp mit Aktionen, Workshops, Diskussionen, Vernetzung.

Vom 13. bis 22. Juli 2012 findet ein No Border Camp in Köln statt, das durch ein offenes Netzwerk antirassistisch bewegter Gruppen und Aktivist_innen organisiert wird. Kommt zum Camp! Bringt Workshops, Aktionen, Ideen mit! Klinkt euch in die dezentrale Vorbereitung ein! Das Camp ist das, was wir daraus machen!

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Warum wir Anarchist*innen sind !

Wir sind Anarchist*nnen, weil wir schon zu viele Jahrhunderte alle Arten von Regierungen ertragen mussten, mal mehr tyrannische, mehr hinterlistige, mal mehr despotische.
Wir sind Anarchist*innen, weil wir keinen Grund finden dafür, dass sie uns ausbeuten und diese Gruppe Schamloser durch uns zu Millionären wird.
Wir sind Anarchist*innen, weil wir die Gesetze nicht akzeptieren, welche ausgedacht sind, um uns zu ermorden und unsere Protestschreie zu ersticken. Wir sind Anarchist*innen, weil wir nicht an ihre Kriege glauben, an ihre Nationen oder ihre Götter. Wir sind Anarchist*innen, weil wir ihre Polizei, ihre Generale, Könige und Präsidenten verachten.

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Repressionswelle gegen Anarchist_innen in Istanbul !

Anfang der Woche gab es einen heftigen Repressionschlag gegen Anarchist_innen in Istanbul, ihnen wird die Beteiligung an den Riots am 1. Mai vorgeworfen. Hierzu einen Text übernommen von noprisonnostate.blogsport.de und die Ankündigung für eine solidarische Kundgebung am 18. Mai vor der türkischen Botschaft in Berlin. Infos auf englischer Sprache auch auf libcom.org. Weiteres in den nächsten Tagen…

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„Eine winzige Berichtigung des Wesentlichen ….

.…zählt mehr als hundert nebensächliche Neuerungen. “

Audiofassung von „Sprung ins Unbekannte“ hier: http://www.freie-radios.net/mp3/20120516-lesungquot-48292.mp3„>

« […] Was uns noch weiter von
der Aktion entfernt, sind gewisse
so genannte praktische Versuche
wie Kooperativen, “Freiräume“,
Kommunen, etc. […] Verstehen
wir uns nicht falsch, wir wollen
uns nicht von der Aktivität
von irgendwem abgrenzen und
wir erkennen auch, dass es eine
gewisse Nützlichkeit haben kann,
sich diesen Versuchen zu widmen
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Zerstören, kämpfen, streiten für dein Leben !

Cancionero (Liedersammlung) 5

„http://youtu.be/BXHXyHAl6uA„>

Ich möchte dich nicht weinen sehen
ich möchte dich nicht gebeugt sehen
lass dich nicht demütigen
Lieber sterben als auf Knien leben

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„Ein Schatten werden….- (Renzo Novatore)

der jede Form der Gesellschaft verfinstert, die unter der Sonne existieren kann“

Renzo Novatore – geboren als Abele Ricieri Ferrari am 12. Mai 1890 in Arcola in der Nähe der ligurischen Stadt La Spezia, ist durch die Übersetzungen Wolfi Landstreicher´s (ins Englische) so was wie die (Wieder)entdeckung im „aufständischen Anarchismus.“

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Alptraum der Bürger*innen!

Bürgers Alpdruck

Was sinnst du, Bürger, bleich und welk?
Hält dich ein Spuk zum Narren?
Nachtschlafend hörst du im Gebälk
den Totenkäfer scharren.
Er wühlt und bohrt, gräbt und rumort,
und seine Beine tasten
um Säcke und um Kasten.

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Keine Notausgänge mehr !

Das Ende der Illusionen

Die Monatsenden sind sowieso schon schwer unter Dach und Fach zu bringen, und nun verspricht man uns von allen Seiten einen neuen Sparkurs, den es mit zugehaltener Nase, und vor allem ohne murren zu schlucken gilt. Eine notwendiges Übel schliesslich, um diese verfluchte Schinderei, mit der wir uns schon viel zu lange abquälen, vor dem Sturm zu bewahren.

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