Archiv für April 2012

Der politische Analphabet – B.B.

„Der schlechteste Analphabet ist der politische Analphabet, er hört nicht, spricht nicht, und nimmt an den politischen Ereignissen nicht teil. Er kennt nicht die Kosten für Lebensmittel, den Preis der Bohne, vom Fisch, vom Mehl, von der Miete, von den Schuhen und der Medizin, alles hängt von politischen Entscheidungen ab.

Der politische Analphabet ist so dumm, daß er stolz die Brust aufbläst, und sagt, daß er Politik haßt. Der Schwachsinnige weiß nicht, daß von seiner politischen Unwissenheit herkommt die Prostituierte, das verlassene Kind, die Räuber und die schlechtesten Diebe von allen, die korrupten Politiker, Lakai der nationalen und multinationalen Firmen.“

y yo acuso – und ich klage an ….

Anarchismus in Mexiko, Teil 2

„Wer? Wer? Nadie, keine(r). Am nächsten Tag, nadie. Der Platz am Morgen gefegt. Die Zeitungen brachten als Hauptnachricht den Wetterbericht.
Und im Fernsehen, im Radio, im Kino gab es keine Programmänderung, keine eingeblendeten Nachrichten, keine Minute der Stille beim Bankett: Nun ja, das Bankett wurde fortgesetzt“
(Gedenkstein zum 2.Oktober 1968 in Mexiko D.F., Poem von Rosario Castellanos)

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„Die soziale Revolution … macht nur eine kleine Pause “

Anarchismus und Revolution in Mexico – 1.Teil !

Colonia Guerrero in Mexico D.F., im Norden die Calle Ricardo Flores Magón ---- Strassen mit seinem Namen gibt es inzwischen in ganz Mexico, vor allem im Süden des Landes, in dem er 1874 im Bundesland Oaxaca geboren wurde. Dort ist seine Name so präsent wie vielleicht nie zuvor.

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Sie gehörte zu ihnen – Pepita Carpena

Am 26. Januar 1939 wurde Barcelona von den Franquisten eingenommen, Frankreich schloss daraufhin komplett die Grenzen zu Spanien. Doch schon zwei Tage später musste die Sperrung durch den gewaltigen Strom der Flüchtlinge wieder aufgehoben werden. Obwohl nun von den Rechten in Frankreich über die Medien eine fremdenfeindliche Kampagne gegen die „Rotspanier“ gesteuert wurde, mussten die Grenzen geöffnet werden. Ein nicht enden wollender Strom von Menschen quälte sich unter demütigenden Bedingungen durch die katalanische Ebene Richtung Pyrenäen. 450 000 gehen vom 31.Januar bis zum 9. Februar über die Grenze nach Frankreich ( „La Retirada“).

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Die ultimative DGB Ansprache zum 1.Mai ---(The same procedure as every year) --

So sicher wie Weihnachtsansprachen der jeweiligen Staatsvorsteher*innen so sicher sind die DGB Ansprachen zum 1. Mai. Unseren Mitarbeiterinnen ist es nun gelungen, das Manuscript der diesjährigen Hauptrede des DGBVorsitzenden schon mal einzusehen – und, kein Wunder, es ist (fast) wie die Rede des letzten Jahres und die des letzen Jahres und die des Jahres zuvor ---

Ob die Rede dieses Jahr wieder gehalten wird, liegt an uns allen…..!

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“ Zu streiken bedeutet die Produktion zu übernehmen.“ – Lucy Parsons

Lucy Parsons wird heute weiterhin vorwiegend als die „Witwe von Albert Parsons“ wahrgenommen, einem der Anarchisten, die im November 1887 hingerichtet wurden. Einige, ein wenig mit der persönlichen Geschichte von Lucy Parsons vertraut, sehen in ihr eine vermeintliche (spätere) Mitarbeiterin der Kommunistischen Partei der USA.

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Globaler Patriotismus “ein lyrisches Drama”

Bei vielen Events und Protesten weltweit, die sich auf die derzeitigen Entwicklungen in Griechenland beziehen, benutzen unzählige UnterstützerInnen das anscheinend populäre und gleichzeitig populistische Motto “Wir sind alle Griechen”. Welche Beweggründe drückt dieses Motto aus und welchen Einfluss hat es indirekt oder direkt auf diejenigen, die sich in Griechenland auf antiautoritäre Kämpfe einlassen.

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Weiter keine Demokratie

Angesichts des erstickenden Gewichts der Staatlichkeit, die alle gesellschaftlichen Beziehungen gestaltet, existieren heute zweifellos keine direkt und horizontal ausgerichteten Denk- und Handlungsweisen unter Individuen, ebenso wenig wie menschliche Beziehungen, die sich frei nennen können. Der mediatisierte(=hoheitsabhängige) Bezug der Menschen zueinander verläuft durch Kontrollinstitutionen, die das soziale Leben in den Käfig der Norm, der Verpflichtung und zu befolgender linearer Abläufe zwängen, in dem der Akt des Delegierens zur einzigen auszuführenden Funktion wurde, wenn mensch fortbestehen will.

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Sabotieren, schottern, knallen lassen ---(Buchtip):

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Das Massaker von Cayenne – 1894

Im 19.Jahrhundert wachsen durch die Industrialisierung auch die französischen Städte und die Herausbildung des Nationalstaates mit seinen Staatsbürger*innen. Und bei ihnen die Angst vor Taschendieben und noch mehr vor Revolutionären. 1852 wird durch die Regierung zum ersten Mal nach Guyana deportiert. Das Straflager soll die Verurteilten ganz weit weg bringen und durch diese auch die weitere Entwicklung der Kolonie ermöglichen. Die ersten Lager waren allerdings bald wieder geschlossen. Die Bedingungen und die Behandlungen durch das Personal töteten zu viele Menschen. Die Kolonie wird nach Neu Kaledonien übertragen, wo ein eher mildes Klima herrscht. Aber ab 1873 wird das Straflager von Guyana wieder eingeführt.

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