Archiv für Februar 2012

Kontrolle frisst Freiheit – Teil 2 von : Die Angst der Anarchist*innen vor der Freiheit !

Wirtschaft kontrollieren

Was für die einzelnen Menschen und ihr Verhalten gilt, wird auch auf das wirtschaftliche Geschehen angewendet: Kontrolle soll es bringen. Vielleicht erzielt hier die verdrehende Propaganda der freien (Markt-)Wirtschaft ihre üblen Wirkungen. Denn diese hat mit Freiheit wenig zu tun. Einerseits ist der „freie“ Markt selbst gewaltförmig erzwungen als weitgehend alternativloser Ort des Handels, andererseits ist er hochverregelt.
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Die Angst der Anarchist*innen vor der Freiheit ! Teil 1:

(Ein weiteres Kapitel aus dem bald erscheinenden Buch:)

Eines der absurdesten Phänomene anarchistischer Debatte und Organisierung ist die Angst um Kontrollverlust. Das erstaunt, denn eigentlich ist Anarchie ja gerade die Idee des Verzichts auf Instanzen, die das Richtige durchsetzen – und, herrschaftsanalytisch viel bedeutender, erst einmal „richtig“ und „falsch“ (bzw. gut-böse, wahr-unwahr, normal-verrückt, gesund-krank) definieren.
Nun ist, das sei zugegeben, der Kopf eines/r durchschnittlichen MitteleuropäerIn voll von eingetrichterten Deutungen und Bewertungen, nach denen Menschen egoistisch seien und dieser Egoismus asoziales Verhalten fördere, dass der Staat als Organisator gesellschaftlichen Lebens unersetzlich sei, dass es Menschen gäbe, die gebändigt werden müssten zum Wohle aller usw. Da wird es zum kulturellen Problem, sich eine Welt oder auch nur einen gesellschaftlichen Subraum vorzustellen, in dem das Miteinander der Menschen einfach frei ausgehandelt wird – ohne Sanktionsmittel, Kontrollrechte in der Hinterhand oder irgendwelche vergleichbaren Sicherungsmechanismen.

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Katerina Gogou : Verteidigung der Anarchie..

“Don’t you stop me. I am dreaming.
We lived centuries of injustice bent over.
Centuries of loneliness.
Now don’t. Don’t you stop me.
Now and here, for ever and everywhere.
I am dreaming freedom.
Though everyone’s
All-beautiful uniqueness
To reinstitute
The harmony of the universe.
Lets play. Knowledge is joy.
Its not school conscription.
I dream because I love.
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Neue anarchistische Bibliothek !!!

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Gut organisiert – Nazis im Knast !!!

Nazis im Knast – ist für die meisten, auch in linken Zusammenhängen – eine beruhigende Vorstellung so wie es dazu Aufrufe gibt, dass die Polizei da doch härter durchgreifen oder die Justiz endlich mal was „richtiges“ tun soll – da werden die radikalsten Staatskritiker plötzlich zu deren glühendsten Anhänger*innen, das einer ganz schwindlig wird bei soviel Selbstaufgabe – und die, denen wir uns eigentlich näher fühlen, die, die bei Nazis eher die direkte Aktion suchen als die fünfunddreißigste Lichterkette zu organisieren, schweigen zu diesem Thema oder nehmen erst gar nicht an den entsprechenden Auseinandersetzungen teil – das kann zum Teil darin liegen, dass sie sich eigentlich über das, was in den Knästen an Auseinandersetzungen und Kämpfen passieren, kaum oder gar nicht interessieren oder wirken hilflos, wenn es dann mal nicht der 7 oder 8 Hungerstreik eines ihnen bekannten revolutionären Gefangenen ist.

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Die spanische Louise Michel? – Ein Portrait zu Teresa Claramunt -

(Barrikadenbau 1909 in Barcelona)

Am 24.November 1868 reist Fanelli, ein Mitstreiter Bakunins, nach Spanien um dort Gruppen für die 1.Internationale zu gewinnen. Anselmo Lorenzo aus Barcelona, der wohl als „Großvater“ des spanischen Anarchismus gilt, nennt dieses Datum als den Beginn des Anarchismus in Spanien. Innerhalb von 2 Jahren wuchs die Bewegung von 21 auf über 1500 Menschen an. Es gab da schon Streiks in den Städten und einige Aufstände in den ländlichen Gebieten, doch war dies eher lokal und spontan. Und gerade in den Bauernregionen von Andalusien gewann die Föderation in der nächsten Zeit die meisten Mitstreiter*innen, waren diese doch schon vorher autonom organisiert.

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Joseph Déjacque: Nieder mit den Bossen ! (1859)

Joseph Déjacque , 1822 in Paris geboren, arbeitete dort als Anstreicher und Tapezierer. In der Februarrevolution 1848 in Frankreich gehörte er zu einem der Aktivsten, mehrmals verhaftet und inhaftiert, musste er Frankreich verlassen und traf sich mit vielen anderen Deportierten in London. Er hält Vorträge und schreibt an seinem anarchistischen Manifest „Die revolutionäre Frage“, dessen öffentliche Lesung 1854 in New York eine sehr heftige Auseinandersetzung mit den bürgerlichen Republikanern führte.
Während seines Aufenthaltes in den USA nimmt er leidenschaftlich gegen die Sklaverei Stellung und schreibt an seinem grössten Werk die „Humanisphäre, anarchistische Utopie“. Dafür wird eigens eine Zeitung gegründet, „Libertaire“, in dem die Schrift in insgesamt 27 Nummern veröffentlicht wird.
Nach der Amnestie kehrt er 1860 nach Frankreich zurück, wo er 1864 in Paris stirbt.
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Versuch, ein Mensch zu bleiben ….

…….Georg K. Glaser !


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Athen: “Wir sind die zehn Vermummten…”

Am Freitag, den 4. Februar, nahmen annähernd 5.000 Menschen an der anarchistisch/ antiautoritären/ libertären Demonstration, zu der verschiedene Kollektive, besetzten Häuser, Treffs, Versammlungen und GenossInnen aufgeriefen, teil. Mittags versammelten sich die Leute auf dem Monastiraki Platz, von wo aus die Demo gegen 13.30 Uhr startete. Sie überquerte die Athinas Straße, erreichte den Omonia Platz, führte dann weiter entlang der Stadiou Straße, um den Syntagma Platz und endete vor der Propylaea in der Panepistimiou Straße. Während der Demo wurden tausende Gegeninformations-Flyer und Texte der anarchistischen Agitation an Vorübergehende verteilt. In einigen Fällen applaudierten Menschen den DemonstrantInnen vom Bürgersteig aus und ein paar ältere BürgerInnen hebten sogar ihre Fäuste als Zeichen der Unterstützung: trotzdem die meisten PassantInnen und obdachlose Menschen entlang der Route starrten leer und müde, gezeichnet von der Misere ihres täglichen Lebens. Nur ein paar Leute schlossen sich der Demo spontan an. Im Laufe der Demo wurden Parolen an die städtischen Mauern geschrieben(siehe unten)

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Wir sind Lumpen! Vorwärts !!

Ich habe die Freiheit nicht bei Marx kennen gelernt… ich habe sie im Elend gelernt“(Camus)

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