Rudolf Rocker soll leben !!!


Wir hier als Anarchist*innen haben es eigentlich nicht so gerne, wenn die niedergeschriebenen Ideen und Handlungen von Menschen zensiert, eingemauert oder gar gelöscht werden – das ist so, als würde der entsprechende Mensch selber eingemauert oder gar ausgelöscht – was in der Geschichte oft genug von herrschenden Systemen ja auch gemacht wurde. Besonders verärgert sind wir, wenn es Menschen betrifft, die zu einem wichtigen Teil der libertären bzw. anarchosyndikalistischen Geschichte gehören – wie in diesem Fall

Wir geben deshalb an dieser Stelle mit Vergnügen einen öffentlichen Brief des „Instituts für Syndikalismusforschung“ weiter . Des weiteren befindet sich am Ende ein Link, der auf eine Broschüre von Rudolf Rocker verweist ---- kopiert es, verteilt es ….. diskutiert es in den Betrieben und Gefängnissen… oder verlinkt es einfach

Wir werden darüberhinaus Wege finden , um die Werke von Rudolf Rocker auch in deutscher Sprache (wieder-) zu veröffentlichen , z.b. in Form einer Denkschrift, in Form von „Zitaten“ usw.-- ansonsten sind wir gespannt, wie es weitergeht --- ein paar Tage Gefängnisarbeit auch im sinne von rudolf rocker – das wäre auch mal wieder was ---

RUDOLF ROCKER SOLL VERSCHWINDEN
Erklärung des Instituts für Syndikalismusforschung
Das Institut für Syndikalismusforschung legt seinen Schwerpunkt auf die Erforschung und Begleitung der syndikalistischen Bewegung im deutschsprachigen Raum.
Durch eigene ehrenamtliche Fleißarbeit und die Zuarbeit von solidarischen Historikern und Forschern, haben wir seit 2007 eine umfangreiche und stets wachsende Datenbank zur Geschichte der deutschsprachigen syndikalistischen Bewegung aufgebaut – www.syndikalismusforschung.info.
Das Institut unterhält dabei weltweit fruchtbare Korrespondenzen mit zahlreichen Historikern, Publizisten und Forschungseinrichtungen.
Jedoch gibt es nicht nur solidarische Forscher. Am 1. Juni 2011 sind alle Texte des bedeutendsten anarcho-syndikalistischen Denkers Rudolf Rocker (1873-1958) aus unserer Datenbank entfernt worden.

Ein gewisser Heiner Becker erhebt ausschließlichen Anspruch auf alle Rechte am literarischen Werk Rudolf Rockers. Leider hat er sich nicht selbst mit uns in Verbindung gesetzt, sondern dies der Staatsanwaltschaft Münster und einem Rechtsanwaltsbüro übertragen.
Wir sind der Unterlassungsaufforderung nachgekommen, denn es liegt nicht in unserer Absicht den Geldbeutel eines Kleingeistes zu bedienen – wozu wir anderenfalls gezwungen wären. Allerdings halten wir Heiner Beckers Vorgehen für unwürdig und inakzeptabel. Wir haben kein Verständnis dafür, dass das literarische Werk Rudolf Rockers durch Besitzansprüche eines Einzelnen der Öffentlichkeit vorenthalten werden soll.

Wir halten es für einen Skandal, dass dieser sgn. „Rechteinhaber“ es seit 1999 nicht fertig bringt, auch nur ein einziges Buch Rudolf Rockers herauszubringen, geschweige denn sein Gesamtwerk der Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Dabei ist er offenbar durchaus befähigt andere daran zu hindern.
Wir hoffen, dass dieses Vorgehen, welches einem Vergessen Rudolf Rockers Vorschub leistet, allen mit dem Thema vertrauten Einzelpersonen, Forschungseinrichtungen und auch den Nachkommen Rockers zu Gehör kommt und diese daraus entsprechende Konsequenzen ziehen werden.
Wir erklären uns ausdrücklich mit allen solidarisch, die aufgrund von Rocker-Publikationen durch Klagen betroffen sind. Rudolf Rocker gehört der progressiven Menschheit und keinem Privatkläger.

Institut für Syndikalismusforschung,
Bremen, Juni 2011

http://www.scribd.com/doc/29191005/Rudolf-Rocker-Anarcho-Syndikalismus-1937„>

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