„Ihr nehmt das Geld, wir nehmen uns dann die Strasse“

http://www.ikimap.com/map/2CYF“>

Nach dem ersten Camp auf der Puerta del Sol in Madrid (s.Bericht hier) haben sich in ganz Spanien nun auf verschiedensten Plätzen weitere Camps gebildet. Der o.a. Link zeigt wo--- sie wollen zumindest alle bis zum Sonntag – da sind Wahlen in Spanien – bleiben — was danach geschieht, wir sind gespannt(Es gibt Initiativen wie „Nolesvotes“– die zum aktiven Wahlboykott aufrufen).

Inzwischen ist das Medieninteresse ein wenig gestiegen – die „taz“ versucht zwar das ganze als „Jugendrevolte“ kleinzuhalten(dafür hat sie extra einen Korrespondenten in Madrid), aber im Internet (auch indymedia.linksunten usw.) hierzulande und sogar in Spanien selber (wo Rundfunk und Fernsehen staatlich sind, soll heissen: immer in den Händen der jeweils Regierenden) wird mehr und mehr Kenntnis davon genommen---- ein Riesengelächter gab es bei manchen Versammlungen, als die PSOE (Regierende Partei Spanien) durch Abdrucken des Manifestes (s. deutschsprachige Übersetzung hier bei „Toma la calle“) sich „solidarisch“ erklären wollte – „Vergüenza“ – „Schande“ war nur eine Reaktion der Demonstranten

Toma la calle


„Wer also wirklich die „Regierung des Volkes“ in dem Sinne will, daß ein jeder seinen Willen, seine Ideen und seine Bedürfnisse geltend machen kann, der muß in einer Weise vorgehen, daß niemand, sei es Mehrheit oder Minderheit, über andere herrschen kann; das heißt er muß die Abschaffung der Regierung wollen, einer jeden zwangsmäßigen Organisation und ihre Ersetzung durch die freie Organisation aller, die gemeinsame Interessen und Ziele haben.

Daher muß jedes Individuum, jede Gruppe einerseits entschlossen sein, die eigene Unabhängigkeit und Freiheit zu verteidigen, andererseits jedoch auch die Bande der Solidarität begreifen, die es mit der ganzen Menschheit verbinden und das Gefühl der Zuneigung und Liebe zu seinesgleichen genügend entwickelt haben, um freiwillig all die Opfer auf sich nehmen zu können, die für ein gesellschaftliches Zusammenleben nötig sind, das allen Menschen bei jeder Gelegenheit die größtmöglichen Vorteile sichert.

Schaffen wir den Gendarmen ab, das heißt die im Dienste des Despoten stehende Waffengewalt, und in der einen oder anderen Weise werden wir zur freien Vereinbarung gelangen, denn ohne – freie oder erzwungene – Vereinbarung ist kein Leben möglich.

Doch auch die freie Vereinbarung wird stets zum größeren Vorteil dessen ausgehen, der geistig und technisch am besten darauf vorbereitet ist. Und daher empfehlen wir unseren Freunden, allen, die wirklich das Wohl aller wollen, das Studium der dringendsten Probleme, die noch am gleichen Tag, an dem das Volk das Joch der Unterdrücker abschütteln wird, nach einer praktischen Lösung verlangen.“ (Malatesta)“

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