Archiv für März 2011

Arbeit _ Geissel der Menschheit !

Arbeit, Geissel der Menschheit.
Verfluchts seist du bis ans Ende aller Tage.
Du, die du uns Elend bringst und Not.
Uns zu Krueppeln machst und zu Idioten.
Und schlechte Laune schaffst und unnuetz Zwietracht saest.

Uns den Tag raubst und die Nacht.
Verflucht seist du!
Verflucht!
In Ewigkeit.
Amen.“

Michael Stein kämpfte u.a. in einer Art S-Bahn-Kabarett mit den Kontrolleuren der BVG. Wurde er um den Fahrausweis gebeten, sagte er: „Ich bin Buddhist und Sie sind eine Illusion!“, um erst nach einem möglichst langen Gespräch seine Fahrkarte zu zeigen.
Michael Stein vertrat die Auffassung, dass Arbeitslosigkeit in der Gesellschaft als selbstverständlich gelten und jedem Menschen eigentlich ein Bedürfnis sein müsse. In diesem Zusammenhang verfasste er etwa 1998 das Gebet gegen die Arbeit, das er bei seinen Auftritten gemeinsam mit dem Publikum sprach. Hierdurch wollte er den Gedanken verbreiten, dass „Arbeit für alle“ keine zeitgemäße Forderung mehr sei. Die Wirkungsweise des Gebetes erklärte er gerne damit, dass die Beteiligten, die das Gebet sprechen, ein Morphisches Feld erzeugen, welches später andere Menschen erfassen kann.

Wird regelmässig am 2.Mai beim „Internationalen Kampf- und Feiertag der Arbeitslosen “ (s.hier: „http://www.youtube.com/watch?v=4qhSU-WjS-4„> vorgetragen

ZUERST TRAGÖDIE, DANN FARCE

Slavoy Zižek

Ich will einen einfachen Gedanken entwickeln:

Warum ist die Wohltätigkeit in unserer Ökonomie nicht mehr nur Eigenart vereinzelter „Guter“, sondern zur Grundlage der Ökonomie geworden?

Ich fange mit der Vorstellung des so genannten Kulturkapitalismus in seiner heutigen Form an und werde dann darlegen, wie er Anwendung auf die Ökonomie im engen Sinne findet

Was hat sich verändert?

Vor dieser Zeit gab es eine mehr oder weniger einfache Opposition:
Auf einer Seite steht der Konsumismus, man kauft und spekuliert, usw.
Auf der anderen Seite kommt das, was man für die Gesellschaft tut.

Soros ist ein Beispiel für diesen „alten“ Typ: Morgens greift er das Geld ab, einfach gesagt.
Nachmittags gibt er die Hälfte davon zurück an Wohltätigkeitsorganisationen, usw.

Jedoch, der Kapitalismus heute tendiert dazu, diese zwei Dimensionen zu clustern.

Im Akt des Kaufens ist die antikonsumeristische Pflicht zur Wohltätigkeit, etc. bereits enthalten.

Wenn Sie denken, ich übertreibe, gehen Sie einfach in ein Starbucks-Cafè um die Ecke.

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Ich werde nicht zu euren Kriegstrommeln tanzen …

(Suheir Hammad)

Ich will nicht zu eurer Kriegstrommel tanzen
Ich will weder meine Seele noch meine Knochen eurer Kriegstrommel leihen.
Ich werde nicht zu jenem Trommelschlag tanzen

Ich kenne den Schlag.
Er ist ohne Leben.
Ich kenne auch das Fell, das ihr da schlagt
Es war einst lebendig
Wurde gejagt, gestohlen, gedehnt

Ich werde nicht zu eurem herbei getrommelten Krieg tanzen

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Rede gegen den Krieg --- in Libyen und sowieso …

Am Mittwoch fand in Tübingen eine antimilitaristische Kundgebung gegen den Krieg statt, der von Nato und „willigen“Staaten z.Zt. inLibyen begonnen wird. Während z.B. in Spanien in vielen Städten ähnliche Kundgebungen und Manifestationen stattfanden(die spanische Regierung ist aktiv in dem Krieg beteiligt), gibt es hier zu Lande wenig an öffentlichen Protesten seit Beginn der westlichen Bombardierungen --- ja, es hat sich auch bei einigen Teilen der sogenannten „Linken“ eine Gewalt-und Kriegsbereitschaft artikuliert, die eigentlich seitdem die Grünen ihrer Kriegslust seit Jugoslawien/Kosovo ein „menschliches Antlitz“ gegeben haben(Völkerrechte brechen durch Herbeibomben von angeblichen „Menschenrechten“), nicht so überraschen mag. Von den SzeneCafes in den deutschen Metropolen bei frühlingshaftem Wetter lässt es sich leicht für solche „gerechten“ Kriege, die natürlich weit weg sein müssen, mobilisieren --- ähnlich einem Computerspiel „Wie ICH einen Diktator stürze und dadurch die Welt rettete“

Die folgende Rede, die von Sprecher*innen der „Informationsstelle Militarisierung“ an diesem Mittwoch gehalten wurde, veröffentlichen wir hier ungekürzt, wobei wir von unserer Seite aus unsere Solidarität auch dahingehend verstehen, daß wir den Aufständischen keinerlei Ratschläge zu geben haben

Wer sich mit den Aktionen und Inhalten direkt auseinandersetzen will, sei auf diesen Blog verwiesen:

http://saoudsalem.maktoobblog.com/1619397„>

(englischsprachige Übersetzungen u.a. bei Anarkismo)

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Für den Aufstand, gegen den Krieg – in Libyen und sonstwo !!

Konfrontiert mit dem Aufstand der libyschen Bevölkerung in ihrem Versuch, der Diktatur Ghaddafis endlich ein Ende zu setzen, hat die Regierung mit immer gewaltsameren Repression geantwortet.

Dies bildet einen Teil der Repression durch die verschiedenen Diktaturen in Nordafrika und im Nahen und Mittleren Osten, die die Welle der Volksaufstände beenden wollen, die angefangen in Tunesien und Ägypten, fortgesetzt werden im Iran, Irak, Bahrain, Saudi-Arabien, Jemen und Libyen ,dabei zögern die Herrschenden nicht auf Demonstranten zu schiessen, die Kämpfe der Arbeiter*innen in ihrem eigenen Blut zu ertränken

Im Fall von Libyen dient dies jetzt als Rechtfertigung für die militärische Intervention im Namen von „Freiheit und Democracy“

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Nur direkte Aktion sichert Wasser und Strom für alle ! Auszüge aus einem (Anti)Wahlaufruf in Kapstadt …..

Mit den anstehenden Kommunalwahlen kriechen wieder die Politiker*innen, (ob aus der DA, ANC, COPE oder PAC) heraus wie Kakerlaken, um für unsere Stimmen zu bitten. Wieder versprechen sie Häuser, Arbeitsplätze , soziale Sicherung – das übliche Recyclingprogramm also. …

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Wenn die Erde bebt …

http://youtu.be/dBcadjIs0nI“>

Si la tierra tiembla wenn die erde bebt

Se hunde en el mar versinkt sie im meer

Si la tierra tiembla wenn die erde bebt

Nadie se va salvar… … wird niemand überleben

Bomba ATOMIKA

Bomba ATOMIKA

Bomba POLITIKA

Bomba ECONOMIA… sera culpa ti

nadie se va salvar

por la energía limpia

16.März Erinnerung an … Rachel Corrie

http://www.youtube.com/watch?v=WME495PWWJE

…..But you who philosophise disgrace and criticise all fears,
Take the rag away from your face.
Now ain‘t the time for your tears…..

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„Der Verfall“ – Kubanischer Rap am Beispiel Escuadrón Patriota

Ich komme aus einer untertänigen Lehrerfamilie und lebte dort 22 Jahre lang mein Leben so wie es die Mehrheit der jungen Cubaner lebte, untertänig dem System, seinen Gesetzen, seiner Geschichte und seiner Erziehung.

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Anarcho Akbar , Hakim Bey !! (Anarchismus und Islam – 2)

Auf die Frage, was ihn am Islam so anziehe, antwortete Hakim Bey (eigentlich: Peter Lamborn Wilson) mit dem Hinweis auf die späten 60erJahre, mit dem Interesse an anderen Religionen, dem Lesen dementsprechender Texte. So sei er an Hazrat Inayat Khan, dem Gründer des Sufiordens, gekommen und dessen Universalismus, wo alle Religionen wahr und gleich waren. Er habe darin eine radikale Toleranz gesehen, so anders wie die des Westens, das nicht Einheitliche vereinigend. Daraus folgt für ihn ein Widerstandspotential gegenüber dem Inhumanismus des absoluten Marktes, also auch er sieht in den Religionen, soweit sie frei sein, immer auch eine antikapitalistische Tendenz.
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