Thailand: Sterben für die neuen Chefs

Die Ereignisse in Thailand sind auch zu einem Kampf zwischen den verschiedenen Fraktionen der herrschenden Klasse geworden. Die „RotHemden“, die „Nationale Front der Demokratie gegen Diktatur“, ist meist eine Bewegung zur Unterstützung des Multi-Milliardär Thaksin Shinawatra, ehemaliger Ministerpräsident von Thailand im Exil wegen Korruption angeklagt. Die „RotHemden“ Bewegung ist im Grunde eine Bewegung der städtischen und ländlichen Armen, organisert durch die neue Bourgeoisie, die sich gegen die „alten“ militärischen und monarchistischen Parteien mobilisiert.. Es ist keine Bewegung der , oder unter der Kontrolle der ArbeiterInnen.
Die einzige ArbeiterInnen Aktion während dieser Zeit, ein Streik von 8.000 Arbeitern beimKamera-Hersteller Nikon, geschah völlig unabhängig von der „RotHemden“Bewegung.
Diese sogenannten „Revolutionen“, wie die „Grüne Bewegung“ in Iran vor kurzem, sind nicht Bewegungen der von „unten“. Ja, es gibt viele ArbeitInnen die sich daran beteiligen, (eine libertäre Bewegung ist auch hier in Thailand nicht bekannt)
aber sie beteiligen sich an diesen Aktionen als Individuen nicht als ArbeiterIn – kein Klassenkampf sondern eine klassenübergreifende Allianz – ohne Möglichkeiten einer eigenen Entwicklung wie z.b. das Schaffen von ArbeiterInnenräten und damit die langsame Abschaffung jeder regierungsähnlichen Konstruktion. Statt dessen Kanonenfutter für die verschiedenen politischen Gruppierungen. Sie werden nun in den Strassen erschossen im Namen derer, die ihre neuen Chefs sein wollen.

Bei „Töne„immerhin einige Töne zu „Anarchie in Asien“

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